Wir haben so viele traumhafte Hunde!

Es ist krass. Wir haben in Rumänien so viele traumhafte Hunde.  Es ist zu schade, wenn sie ihr Leben hinter Gittern vergehen lassen müssen. Unglaublich. Was für eine Verschwendung.

Es gibt sicher Menschen die so einen treuen Freund, nötig brauchen und umgekehrt auch. Diese Hunde tragen ihr Herz nicht in der Brust. Sie halten es uns in den Pfoten entgegen.

Eine Kangalhündin, lieb, verträglich, groß, geht mir nicht mehr aus dem Kopf.  Oft werden diese Hunde durch Unkenntnis abgelehnt. Das Foto zeigt die Kangalhündin Freedom und ihren kleineren Freund Rocet.  Er ist eigentlich normal groß, aber neben ihr wirkt er wie ein Zwerg. Freedom verändert sich langsam. Wird trauriger. Seit drei Jahren kenne ich sie nun. Es tut weh, sie ergeben sich langsam ihrem Schicksal.

Traurigkeit und Hoffnungslos sehen mich viele Hunde Augen an.

Ein Schäferhund namens Rocet, wunderschön, ein Traumhund. Lieb, menschentreu, und doch lebt er hinter Gittern. Er versucht immer drüber zu klettern. Neuerdings lebt er mit der Kangalhündin zusammen. Seitdem bleibt er im Kennel. Er mag nicht alleine zu sein.

Wenn ich mal herunterfahren musste, setzte ich mich zu den Hunden auf die Hütte. Und Ich wurde geerdet. Sie strahlen etwas aus, ich kann es nicht beschreiben. Aber es macht was mit mir. Danach geht es mir wieder besser.

Es macht so viel Freude mit Ihnen spazieren zu gehen. Ihnen etwas Lebensqualität zurück zu geben.

Solche Riesen, die so einfühlsam sind. Gehen an der Leine so vorsichtig, als wären sie kleine Hündchen. Kein Druck, kein Gezerre, obwohl die Freude raus  aus dem Käfig zu kommen riesig ist.

Leider sind viele Hunde da, die auch gerne gehen möchten. Und so verteilen wir die kurze Zeit die uns bleibt.

Es gibt so viele Hunde, die auf unsere Hilfe angewiesen sind, die es wert sind, dass man ihnen ein Leben schenkt. Sie sehnen sich nach Menschen, nach Liebe und Würdigung. Sie sind bereit. Bereit alles zu geben, damit man sie liebt.

Alle sind so dankbar, für etwas Aufmerksamkeit.

Dann gibt es noch die Angsthunde. Sie müssen schlimmes erlebt haben. Sie vertrauen niemanden mehr. Vielen wurde der Nasenrücken mit einem heißen Eisen verbrannt. Ich habe auch welche Zuhause. Es dauert, aber dann - plötzlich- hat man ihre Freundschaft gewonnen. Nicht das Vertrauen, das dauert, aber auch das kommt. Es ist ein tolles Gefühl wenn man ihr Zutrauen bekommt.

Es sind viele und zugegeben es braucht viel Geduld, das sollte man wissen, aber der Erfolg ist das Größte!

Immer wenn ich zurückmuss, die Zeit rennt in Cotoroaia, schau ich sie an und sie mich. Keiner von uns weiß ob wir uns wiedersehen. Es tut weh sie wieder und wieder zurück zu lassen.

Wir schlafen mittlerweile auch dort. Die Zeit mit ihnen ist einfach zu kostbar um sie mit Hin- und Herfahren zu vergeuden. 

Paul, den ich Euch beim letzten Besuch gezeigt hatte, durfte inzwischen ausreisen. Er hat eine Pflegestelle gefunden. Es ist genau so, wie ich ihn beschrieben hatte. Ich wünsche ihm von Herzen ein für immer Zuhause.

Das Gefühl, etwas für so einen Hund getan zu haben und ihm ein Zuhause zu geben, die Bindung die zwischen Hund und Halter entsteht, lässt sich nicht beschreiben. So ein warmes Gefühl, ein aufblitzendes durchdringendes Glücksgefühl kenne ich eigentlich nur aus Kindertagen. Und die innere Ruhe, die von den Hunden auf uns übergeht, ist wahrscheinlich der Grund warum wir nicht aufgeben, alles zu versuchen die Hunden zu helfen.

Und glaubt mir liebe Freunde, dass was man für die Hunde alles tun muss, ist ein ständiger Kampf. Bitten, betteln, die Sorge ob man sie satt und gesund erhalten kann, Leid ertragen und viel Zeit, die man braucht. Ein Kampf gegen unerträgliche Gewalt, der Schmerz der Hunde, denen nichts mehr helfen kann - die eigene Hilflosigkeit. Und dann ein Blick, ein dargebotenes Pfötchen zum Abschied, gibt einem den Rest. Sie trösten uns! Sie sind unglaublich!

Das, liebe Freunde, sind die Gründe, warum ich mich manchmal zurückziehe und nicht telefonieren kann.

Am Donnerstag sind wir wieder in Cotoroaia. Es ist immer ein Gemisch. Freude, Wiedersehen, Verlustangst. Anstrengung, wenig Schlaf und dann der Abschied. Das Verlassen der Hunde mit dem Wissen, dass man sie zurücklassen muss, fällt schwer.

Ich hoffe, dass irgendwann einmal gesehen wird, dass diese Lebewesen unendlich wertvoll für uns Menschen sind.

Ich könnte jetzt noch mehr erzählen, aber das würde zu lange werden.

Ich denke jeder von euch hat auch seine Erfahrungen mit Tieren gemacht. Denkt daran zurück und ihr versteht.

Tierliebe Grüße Birgitt

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Besuch im Tierheim Griether Strasse

Einen schönen Sonntag für alle Tierfreunde!

Letzten Samstag, habe ich wieder einmal einen Besuch bei der Tierhilfe Niederrhein gemacht. Schlagartig stand ich mitten unter all den Hunden.

Ihr müsst wissen, dass es bei der Tierhilfe keine Gitter und keine Zwinger gibt. Die Hunde leben alle mit den Menschen zusammen.

Es war überwältigend! Nachdem ich dann alle Hunde begrüßt hatte und es langsam ruhiger wurde – und die kleine Emma mich wieder einmal ins Bein gezwickt hatte – kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus! Ich habe mich riesig gefreut, Henry wiederzusehen. Erstaunlich – es geht ihm sehr gut, obwohl er so ernsthaft krank sein sollte. Birgit wusste mir zu berichten, dass sie etwas ausprobiert hatte, und gleich zu Beginn hatte es sofort geholfen. Sie gibt ihm für seine Krankheit ein hochdosiertes marines Collagen. Erstaunlich, wie sie das wieder einmal geschafft hat. Der Hund ist vollkommen frei von seinen Beschwerden.

Ich selbst bin Tierarzthelferin und staune immer wieder, wie viele kranke Hunde doch wieder quickfidel, tatsächlich gesund und beschwerdefrei werden. Auch ängstliche Hunde, die sich anfangs lieber zurückgezogen hatten, schauten mich jetzt neugierig an. Manche durfte ich streicheln.

Einer der Hunde hieß Barbely. Ich werde nie vergessen, wie schlimm er aussah, als er ankam. Er hatte einen schweren Staupetick und furchtbare Angst. Damals wollte er mich sogar beißen.

Gestern kam er auf mich zu, und ich durfte ihn vorsichtig anfassen. Er sah gut aus, und ich vermisste seine Ticks – die waren ganz und gar nicht mehr vorhanden.

Unerklärlich, wie sie das wieder geschafft hat. Auch der alte Hund, den sie vor vielen Jahren von seiner Kette befreit hatte, war noch immer da. Mittlerweile ist er 19 Jahre alt. Ich würde gerne viel öfter hier entspannen und die Hundis knuddeln, aber leider lässt es meine Zeit nicht zu.

Ich habe viele Eindrücke und Anregungen mitnehmen dürfen.

Am beeindruckendsten war für mich aber die neue Begegnung mit dem zuckersüßen Henry. Ich hatte nicht erwartet, diesen Hund gesund und munter anzutreffen.

Heute möchte ich Euch gerne an meinem Besuch teilhaben lassen. Es war wie ein kleiner Urlaubstag. Ich kenne auch einige Pflegestellen, die ebenfalls zur Tierhilfe und dem Verein Tiere brauchen eine Lobby gehören. Auch dort bin ich schon einmal bei einigen gewesen.

Meinen Max habe ich dort gefunden. Er ist jetzt 15 Jahre alt – ein richtiger Schatz! Und sollte ich mal wieder einen Hund aufnehmen, ist es sonnenklar, von wo er kommen wird.

Es bekommt nicht jeder einen Hund von dem Verein – und das passt vielen nicht. Aber hier wird sehr darauf geachtet, dass die Hunde eine schöne Zukunft für den Rest ihres Lebens bekommen und nicht einfach schnell abgegeben werden.

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